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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass unsere Lebensenergie Qi in Leitbahnen durch unseren Körper fließt. Ist das Qi im Fluss, so ist der Mensch gesund. Jede Störung des Qi- Flusses kann im Körper zu Blockaden oder zu einer Leere in den Meridianen führen. Akupunktur Es sind 361 Akupunkturpunkte bekannt, welche sich auf verschiedenen Hauptleitbahnen befinden und mit den inneren Organen verbunden sind. Mit Hilfe der Akupunkturnadeln, aber auch anderer Verfahren wie Moxi- bustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten mit Beifußkraut) oder Gua Sha (spezielle Technik, um Stagnationen im Zwischenzellbereich zu beseitigen), stelle ich den freien Fluss des Qi wieder her. Während der Akupunkturbehandlung ruht der Patient auf der Liege. Die Nadeln werden zwischen 20 bis 30 Minuten im Körper des Patienten be- lassen. Bei chronischen Beschwerden ist ein wöchentlicher Behandlungsrhythmus ideal, während Akutbehandlungen meist mehrmals pro Woche erforderlich sind. Ohrakupunktur Die  heute praktizierte Ohrakupunktur wurde von dem französischen Arzt Paul Nogier als diagnostische und therapeutische Methode entwickelt. 1956 stellte er sie auf einem Akupunkturkongress erstmals vor. Jedoch beschreiben bereits 2000 Jahre alte chinesische Schriftstücke einen reflektorischen Zusammenhang zwischen der Ohrmuschel und einzelnen Körperregionen. Die Ohrakupunktur verwende ich vor allem bei der unterstützenden Behandlung von Suchtproblemen, wie z. B. bei der Nikotinentwöhnung oder der Gewichtsreduktion. Gua Sha Gua Sha bedeutet “Schaben” und ist eine wirkungsvolle Technik der Chinesischen Medizin, um stagnierende Körpersäfte wie Lymphe und Zwischenzellflüssigkeit wieder in den Fluss zu bringen. Sie eignet sich hervorragend, um Schmerzen zu lindern und überschüssige Stoffwech- selprodukte abzutransportieren. Gua Sha wird meist im Nacken- und Rückenbereich ausgeführt und bewährt sich vor allem bei Spannungskopfschmerzen, Migräne und schmerzhaftem muskulärem Hartspann. Moxibustion Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte mit Hilfe von Beifußkraut (Artemisia vulgaris) gezielt erwärmt, um eine besonders intensive Heilwirkung z. B. bei Kälte- oder Schwächezuständen zu erzielen. In der Chinesischen Medizin ist die Moxa-Therapie der Akupunktur gleichgestellt.
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